Wildschweine verspielen endgültig die Meisterschaft

10302050_801387469873904_636567595497536814_n Es ist wie verhext: Der Rugby Club Regensburg kassierte am Samstag im Auswärtsspiel bei der SG Unterföhring/FFB die dritte Pleite in Folge und steckt damit weiter in der Krise. Die angepeilte Meisterschaft in der Regionalliga Bayern rückt nach der bitteren 10:20-Niederlage gegen die Münchner Vorstädter in weite Ferne. Das Team um Headcoach Marc Legras hat als Tabellenzweiter den Kontakt zu Spitzenreiter RFC Augsburg verloren, der Würzburg deutlich besiegte und seinen Vorsprung auf acht Zähler ausbauen konnte. „Wir tun unser Bestes, aber haben nur mit halbem Herz gespielt. Es ist einfach der Wurm drin, bisher leider ein schlechtes Jahr für uns“, stellte Coach Legras ernüchternd fest. Dem RCR bereiten derzeit die zahlreichen Verletzungsausfälle große Probleme – die Pechsträhne will einfach nicht abreißen. So waren die personell geplagten Regensburger mit einem dezimierten Kader nach Unterföhring angereist und hatten nach dem umkämpften Spiel erneut zwei angeschlagene Spieler zu beklagen. „Durch die vielen Verletzungen ist vor allem unsere Moral gebrochen“, meinte Legras. Der Gastgeber startete besser in die Partie und ging gleich mit einem Versuch sowie einer erfolgreichen Erhöhung mit 7:0 in Führung. Regensburg dagegen lief mit einer Formation auf, die so noch nie zusammengespielt hatte und in den entscheidenden Spielphasen die falschen Entscheidungen traf. Allein für drei Spieler in den Reihen des RCR 2000 war es das erste Rugbyspiel überhaupt. Dennoch steckten die Domstädter nicht auf und verkürzten durch einen Strafkick von Dan Wiltshire noch vor der Halbzeit auf 3:7. Unterföhring blieb aber auch nach dem Seitenwechsel das effektivere Team und erhöhte durch einen Versuch und zwei Strafkicks auf 20:3. Regensburg war geschlagen, in der Folge aber auf Wiedergutmachung aus. Alexandre Lemaitre legte zumindest noch einen Versuch im gegnerischen Malfeld ab und seinem Teamkollegen Wiltshire gelang dabei die Erhöhung – doch die 10:20-Niederlage und damit die Fortsetzung des Negativtrends waren nicht mehr zu verhindern. Regensburgs Trainer hofft jetzt auf ein Ende der Verletzungsmisere und fordert einen Neustart seiner Mannschaft: „Wir werden versuchen das Team mit mehr Spielern, ob erfahren oder nicht, aufzubauen und durch diese Motivation den alten Glanz wieder herzustellen“, so Legras. Die nächste Chance dazu bekommt der RCR in gut drei Wochen: Dann empfängt das Legras-Team am 07. Juni um 14.30 Uhr den Tabellenführer Augsburg an der heimischen RT-Sportanlage zum Showdown.