Wildschweine starten mit deutlichem Sieg in die Rückrunde

jakobMemmingen war für den Regensburger Rugby Club 2000 bisher kein gutes Pflaster: Vor zwei Jahre hatte das Team von Headcoach Marc Legras am letzten Spieltag unglücklich bei den Schwaben verloren und die schon sicher geglaubte Meisterschaft noch an Dauerrivale Bad Reichenhall abgegeben. Spätestens seit diesem dramatischen Saisonfinale galt: Die Memminger Eagles sind für Regensburg sowas wie ein Angstgegner.

Ausgerechnet zum Rückrundenauftakt mussten die Donaustädter am vergangenen Samstag die unangenehme Auswärtsaufgabe in Memmingen antreten. Zudem hatte das Legras-Team zwei Wochen vorher bei einem Testspiel in Linz verloren und war sich seiner aktuellen Form nicht sicher. Der RCR aber sollte seiner Favoritenstellung als Tabellenführer in der Regionalliga Bayern gerecht werden und seine Vormachtstellung unterstreichen. Dass dabei ein überzeugender und deutlicher 72:0-Sieg und damit die geglückte Revanche mitsamt Bonuspunkt heraussprang, machte den erfolgreichen Rückrundenauftakt perfekt.

Von Beginn an gestaltete sich das Kräftemessen zugunsten der Gäste aus Regensburg, die ihre spielerische Überlegenheit auch relativ schnell in erfolgreiche Versuche ummünzten. So führte der RCR durch die Versuche von Augustin Dejoie, Max Danhauser, Alex Kwasniak, Andrés Falcone und Alexandre Lemaitre zur Halbzeit deutlich mit 31:0. Verbindungshalb Simon Riepl schaffte dreimal die Erhöhung. Auch nach dem Seitenwechsel ließ der fortwährende und unwiderstehliche Druck der Regensburger nicht nach. Konstant und dominant spielte der RCR seine größere Klasse aus und war in der Folge vor allem in den Gedrängen besser. Kapitän Dominik Peuker, Andrés Falcone, Quirin Dettlaff, Bernardo Henriques, Simon Riepl sowie zweimal Jacob Weiß legten das Rugby-Ei hinter die gegnerische Malllinie und brachten den 72:0-Sieg unter Dach und Fach. Riepl gelang bei diesen sieben Versuchen zusätzlich dreimal die Erhöhung. Memmingen dagegen schaffte nicht einmal einen Ehrenversuch. „Wir haben die Lust und die nötige Motivation gefunden, um Memmingen zu schlagen“, resümierte ein zufriedener Coach Legras und fügte hinzu: „Ich habe den Jungs gesagt, sie sollten einfach für einander spielen und nicht für sich selbst. Rugby spielt man als Team. Einzelgänger schaffen nichts.“ Weil auch Konkurrent Augsburg sein Spiel zuhause gegen StuSta München II gewinnen konnte, beträgt der Vorsprung der Regensburger auf den Zweiten weiterhin einen Punkt.